Yoga und Resilienz

Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen man einen festen Halt braucht, um den Anforderungen im Außen standhalten zu können. Wenn es sich nicht mehr nur um die reinen Alltagsanforderungen handelt, sondern um erhöhte Anforderungen durch emotionale, gesellschaftliche, familiäre oder sonstige Krisen. Dann funktionieren die antrainierten Muster vielleicht nicht mehr, dann ist eine Ablenkung im Außen kaum möglich. 

Es ist erwiesen, dass Menschen, die Krisen erfolgreich meistern und daran sogar wachsen etwas gemeinsam haben. Es ist der innere Halt, die innere Standfestigkeit, die dabei hilft eine Krise zu überstehen und eventuell sogar gestärkt aus ihr hervorzugehen. Dies ist einigen (sehr wenigen) Menschen angeboren, und wenn man sich nicht zu diesen Glücklichen zählt kann man dies erlernen. Das heißt zwar nicht, dass man eine Krise nicht auch weiterhin als schwierig erleben wird, aber man kann lernen, den Fokus richtig zu legen, um sich wieder zu erholen.

Der Schlüssel sind aus meiner Sicht das Körpergefühl und die positive Ausrichtung von Gedanken. Nicht aus einem zwanghaften positiven Denken oder falschen Optimismus heraus, sondern aus tiefer und ehrlicher Überzeugung, die sich in einem Prozess einstellt . Durch eine regelmäßige Yoga- und Meditationspraxis ist beides erlernbar. Ich selbst bin nicht mit angeborener Resilienz beglückt, aber ich habe durch im Leben überstandene Krisen gelernt mich auf das Positive auszurichten.

Momentan haben wir eine Zeit, in der man mehr Stabilität und Erdung braucht denn je. Es ist eine globale Krise die sich mehr und mehr zuspitzt und in der eigentlich jeder Mensch individuell gefordert wird. 

Es gibt einfach kaum noch Möglichkeiten nicht hinzuschauen und zu verdrängen. Alles was nun zu Tage tritt fordert uns zu etwas auf. Sich dem zu stellen und eine Veränderung anzunehmen, die schon längst überfällig ist. 

Was mir auffällt ist, dass sich so viel Angst, Aggression und Trauer zeigen, und dass im Gegenzug immer mehr Solidarität, Mitgefühl und Liebe kommen. Und darauf lohnt es sich den Fokus zu setzen.

Yoga hilft dem Zuständen der Angst, der Wut, Trauer und Ohnmachten mit Frieden und Liebe zu begegnen. Die Yogapraxis hilft zu zentrieren, wieder Stabilität und Vertrauen wahrzunehmen, sich wieder verbunden zu fühlen. Yoga bietet sowohl Philosophie als auch eine praktische Anleitung um wieder mit sich selbst in Verbindung zu kommen und den eigenen Körper als Halt zu erfahren. 

Meditation hilft einen Abstand zu seinen Gedanken zu erlernen, so dass man es schafft sich selbst mit mehr Abstand zu begegnen und dadurch zentrierter mit den Anforderungen umzugehen, die einem begegnen.

Das Ganze funktioniert nicht von Heute auf Morgen, in sich selbst Halt zu finden ist ein längerer Prozess. Insbesondere, wenn man sich bereits weit von sich selbst entfernt hat. Aber Yoga kann eine Nothilfe-Maßnahme sein, um Stabilität zu finden und es kann eine Langfrist-Maßnahme sein, um zu mehr Bewusstsein und Vertrauen zu kommen, die man im Leben braucht.

Hierbei kann ein Yogalehrer oder Coach eine wunderbare Unterstützung sein, wenn man diesen Schritt wagen möchte. Insbesondere als Unterstützung zu körperlichen oder auch psychischen Therapien ist Yoga sehr geeignet und kann den Therapieerfolg optimieren. 

Ich wünsche allen Menschen Kraft und Stabilität bei Ihren Herausforderungen, was gebraucht wird um mehr Frieden und Liebe in dieser Welt zu generieren. 

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“

Mögen alle Lebewesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. Und möge ich mit meinen Gedanken, Worten und Taten bestmöglich dazu beitragen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s